Die Akademikerin

Größenwahn Verlag

Hard Cover · 200 Seiten · 13,6 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-95771-069-7 · 21,90 €

auch als e-book erhältlich eISBN: 978-3-95771-070-3 · 17,99 €

 

Ein Roman über die Sehnsucht nach geistiger Freiheit  

 

Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die  sich durch wissenschaftliche Arbeit selbst verwirklichen will. Doch Melina findet keine beruflichen Möglichkeiten, sondern muss sich der harten Arbeitswelt unterwerfen. Melina verzweifelt. Da begegnet sie dem „einfachen“  Lageristen Johannes. Der zwanzig Jahre ältere Mann ist nicht der Akademiker, von dem die Dreißigjährige geträumt hat. Doch findet sie bei ihm Liebe und Halt. Melina ist bereit, sich mit ihrem jetzigen Leben zu versöhnen. Sie heiraten und sie freut sich auf ihr gemeisnames Kind. Da stirbt Johannes vor ihren Augen. Melina ist jetzt Witwe und werdende Mutter zugleich. 

Welches Schicksal steht ihr bevor?

Und was wird aus ihrer Liebe zur Philosophie?

 

 

Rezension von Dr. Monika Carbe:

 

„Die Akademikerin“ ist ein melancholisch grundierter Entwicklungsroman, der Leserinnen und Leser nachdenklich stimmt. Melina, eine junge Doktorandin, will über das Werk einer amerikanischen Philosophin promovieren, in dem es um die Beziehung zwischen Verstand und Gefühl geht. Dabei verwirren sich ihr die Begriffe, auch übertragen auf ihr eigenes Leben, von ihrem Doktorvater fühlt sie sich im Stich gelassen und gibt auf. Ihre Depression sitzt so tief, dass sie sich zu einem Selbstmordversuch verleiten lässt, bei dem sie Johannes, eine Kneipenbekanntschaft, rettet. Johannes gibt vor, Redakteur zu sein, arbeitet aber tatsächlich als Lagerist bei einer Zeitung. Als Melina ihm auf die Schliche kommt, will sie ihn verlassen. Es kommt jedoch anders. Die beiden werden ein Paar und heiraten. Johannes ermutigt sie, weiter zu forschen, aber ihr fehlt die Motivation. Allerdings lernt Melina, mit ihren Gefühlen umzugehen und den Alltag zu bewältigen, auch nachdem ihre Beziehung zu Johannes ein tragisches Ende nimmt. Sie entwickelt sich weiter und nimmt schließlich sogar ihre wissenschaftliche Arbeit wieder auf, denn „ohne ihre geistige Tätigkeit fühlt sie sich arm, wie ein halber Mensch“. Es ist ein sehr genau recherchiertes Buch, sowohl in den Passagen, die sich mit der Philosophie als Wissenschaft befassen, als auch in den zahlreichen Alltagssituationen. Eine scheiternde Akademikerin wird mit einem ihr anfangs fremden Milieu konfrontiert, einem Milieu, das, wie sie meint, „unter ihrem Stand“ ist, und bewährt sich darin.