Worüber ich schreibe

Die Glückswürdigkeit der Benachteiligten hat mich immer schon beschäftigt, weil sie in der Literaturtradition selten vorkommt. Ich schreibe Geschichten über Menschen, die es nicht  leicht haben, und suche für sie nach Wegen zu Liebe und Erfüllung. 

 

Einer meiner Arbeitsschwerpunkte ist Migration. Migranten stehen oft am Rand ihrer Aufnahmegesellschaft und müssen sich ihren Platz in deren Mitte erst erkämpfen. Ihre Position und ihren Einfluss zu stärken ist mir ein Anliegen.

 

Zur Migration gehört die Heimat. Aber was ist das? Für mich bedeutet „Heimat“ eine ganz besondere Ortsbezogenheit. So wie wir zu anderen Menschen Beziehungen aufnehmen, so finden wir sie auch zu Orten. Darum beschäftige ich mich auch mit lokalen Themen.

 

Was geschieht, wenn verschiedene Werte und Vorstellungen aufeinandertreffen? Eine Frage, die beim Schreiben auftaucht – mit unterschiedlichen Erzählfiguren und deren Anschauungen. Es ist immer wieder eine Herausforderung, die verschiedenen Perspektiven zu konfrontieren und sie in ein Verhältnis zu bringen. Dabei liegt mein Augenmerk immer darauf, diejenigen, die leicht übersehen und vergessen werden, ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken.

 

Die Liebe in Paarbeziehungen, aber auch zwischen Eltern und Kindern, Geschwistern und Freunden ist der rote Faden meiner Romane und Erzählungen. Ein Happy End ist nicht immer vorprogrammiert. Vielmehr werfe ich die Frage auf, was dazu führt, dass Liebe gelingen – oder auch misslingen kann.