Susanne Konrad lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Sie studierte Literaturwissenschaft und Geschichte. 1995 promovierte sie über Goethes „Wahlverwandtschaften“. 2005 erschien ihr erster Roman „Camilles Schatten“. Die Autorin hat (auch als Susanne Czuba-Konrad) Fachbücher zu den Themen „Integration“ und „Kreatives Schreiben“ veröffentlicht, ferner zahlreiche literarische und redaktionelle Beiträge. Schwerpunkte ihrer schriftstellerischen Arbeit sind der Entwicklungsroman sowie Prosa zu den Themen Inklusion, Migration, Heimat, lokale Identität.
Mein Portfolio:
- Romane, Erzählungen, Essays
- Schreibwerkstätten und Workshops
- literarische und redaktionelle Beiträge
Mein Arbeitsschwerpunkt:
- Autofiktionales Schreiben
"Wenn Menschen in schwierigen Lebenslagen, mit traumatischen Erfahrungen oder mit einer psychischen Belastung schreiben, greifen sie oftmals zu autobiografischen Stoffen. Der Druck, ihre Krisen und das mit ihnen verbundene Leid zu verarbeiten, ist hoch und das freie Fabulieren, das einen Schriftsteller ausmachen sollte, bleibt auf der Strecke. Die entstandenen Texte sind oftmals nur für den Verfasser interessant, denn der Aspekt der Selbstverständigung ist so stark, dass Leserinnen und Leser mit eigenen Interessen nicht andocken können. Beim autofiktionalen Schreiben ist das Besondere, dass der Autor im Protagonisten erkennbar bleibt und dass der Erzähler seine Hauptfigur teils Authentisches, teils Erfundenes erleben lässt. Diese literarische Form hat den Vorteil, dass die Autorin bei sich selbst bleiben kann, dass aber zugleich eine Distanz zum Erzählten eintritt, indem sie mit dem Verhältnis von Realität und Fiktion spielt. Dies kann zur Genesung beitragen, sogar besser als das Schreiben rein autobiografischer Selbstverständigungstexte."
Aus: Autofiktionales Schreiben als Schlüssel zur seelischen Gesundheit. Essay In: Die Haut hat kein Gedächtnis, S. 108.
